Mittwoch, 22. Februar 2012




 
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Ein Jahr Schüler für Senioren


Ein wirklich großes Programm erwartete unsere geladenen Gäste bei der Jahresabschlussfeier unserer Juniorfirma „Schüler für Senioren“ am Freitag, 09. Juli 2010 ab 19:00 Uhr. Ausbilder, Eltern, Kunden, Kooperationspartner, Förderkreis und Mitarbeiter konnten gespannt verfolgen, welche Ergebnisse und Erfahrungen ein Jahr Juniorfirma mit sich bringen kann.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch Lea Krauß am Klavier, begann Schulleiter M. Maier seine Begrüßungsrede mit einem kurzen Auszug aus der Rückmeldung einer Kundin: „Für die gute Idee, Schülern Verantwortung und einen kleinen Blick in soziales Handeln zu gewähren, möchte ich Ihnen gratulieren. Besser kann man Jugendliche nicht auf das Leben vorbereiten.“ Herr Maier stellte die 3 Säulen, die für solch eine Aktion notwendig sind, noch einmal deutlich in den Vordergrund:

• Schüler, die bereit sind, sich trotz Mehrarbeit auf diese Erfahrung einzulassen und diese Idee mit
Begeisterung voranzubringen
• Partner und Unterstützer von außen, die an unsere Jugendlichen glauben und ehrenamtlich eine
Grundausbildung anbieten
• Eine Idee und deren Umsetzung durch Lehrkräfte, die von dieser Firma überzeugt sind

Ein großes Lob an alle Beteiligten für die geleistete Arbeit!

Herr Zeltwanger, Firmenchef unserer Kooperationsfirma, sorgte gleich in der zweiten Ansprache für eine Überraschung. Er sei überzeugt und begeistert von dieser Idee und der erfolgreichen Umsetzung in die Praxis. 2 Firmenstempel mit Stempelkissen überreichte er der Geschäftsführerin Denise Schmitt und vervollständigte damit unsere Büroausstattung. Aber damit nicht genug: 500 Euro Spende für ein gemeinsames Wochenendprogramm mit Stocherkahnfahren und Pizzaessen. Nochmals herzlichen Dank für die großzügige Anerkennung unserer Arbeit.

Trotz wochenlanger Pressemitteilungen „Unsere Jugendlichen sind nicht ausbildungsreif!“ konnte die Initiatorin, Frau Pfeffer, am Beispiel der Juniorfirma ein engagiertes Bild unserer Schülerinnen und Schüler liefern. Der Rückblick mit allen Höhen und Tiefen, die kritische Verarbeitung von Fehlschlägen, das Durchhaltevermögen mit kreativen Planungen und schließlich das Ergebnis bis zum Ende des Schuljahres zeigen deutlich eine gut funktionierende Firmenstruktur. Die Vorausschau mit Neubesetzungen und die noch laufende Bewerbungssituation lassen auf ein gutes kommendes Geschäftsjahr blicken. Kein Schluss – nein - die Ferien sind zum Kräftesammeln da für eine Weiterführung im neuen Schuljahr.

Frau Reichenecker – Projektmanagerin für die Kooperation Schule-Wirtschaft und zuständig für die IHK Kampagne „Wirtschaft macht Schule“ – lobte den Mut zur Firmengründung und zur Umsetzung einer sozialen Idee, kombiniert mit wirtschaftlichen Aspekten. Fasziniert hat sie die Entwicklung von Persönlichkeits- und Führungsqualitäten bei SchülernInnen dieser Altersstufe. Man erkenne das Herzblut, das hinter solch einer Arbeit stecke und die Begeisterung, die auf alle übergesprungen sei.

• Die Geschäftsführerin Denise Schmitt und der Vertriebsleiter Patrick Binder legten in ihren Rückblicken Sitzungen, Fortbildungen, Aktionen und Mitarbeitergespräche offen, bei denen auch 2 fristlose Kündigungen nicht unterschlagen wurden.
• Abteilungsleiterin Laura Lerner konnte mit einer Folie die neue, etwas verkleinerte Organisationsstruktur erläutern. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern wurde das Arbeitsstundenkonto bis April zusammen gestellt: 1412 geleistete Arbeitsstunden seit Oktober 2009!
• Yassin Stotz, Abteilungsleiter der Bilanzbuchhaltung, konnte entspannt seinen Jahresbericht offen legen. Die Summe aus Umsatz und Spenden betrug 710,10 Euro. Nach Abzug von Werbungs- und Verwaltungskosten von 620,84 Euro bleibt ein Jahresüberschuss von 80,26 Euro. Erfreut korrigierte er die Zahl mit der Spende von Herrn Zeltwanger auf 580,26 Euro.
• Alexander Wabbel, der Abteilungsleiter Marketing/IT, berichtete über alle Aktionen seit Oktober 09. Entwicklung eines Logos und unseres Flyers, Seniorennachmittag im Haus, Werbeaktionen in Supermärkten, Pressearbeit, Filme, Radiobeiträge, Elternbriefe, Organisation von Eröffnungsfeier und Jahresabschlussfeier – er konnte auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken.
• Der kaufmännische Leiter Paul Wöllhaf berichtete über die Situation unserer GmbH. Wer bleibt als Gesellschafter erhalten und welche neuen Mitglieder gewinnen wir hinzu? Der Kreis wird sich vergrößern und mit ehemaligen Schülern bleibt der Kontakt zur Gründungsgruppe erhalten.
• Sarah Speidel, Abteilungsleiterin der sozialen Einsatzgruppe, konnte über die Auftragsverteilung und die Kundensituation erzählen. Die meisten Kunden sind inzwischen Dauerauftragsbucher mit großer Zufriedenheitsrückmeldung. Die Hilfen im Haushalt wurden am häufigsten gebucht, wobei Botengänge und Gartenarbeit auch gut im Rennen lagen.
„Jetzt, da wir gehen, läuft es gut an!“ Das war die einstimmige Aussage aller Abteilungsleiter. Aber es braucht halt seine Zeit, bis Barrieren und Vorurteile abgebaut werden und die Mund zu Mund Propaganda unsere Arbeit weiter trägt. Alle sprachen von wichtigen Erfahrungen, die sie nicht missen möchten und auch nicht vergessen werden!

Der Förderkreis der WER übergab im Anschluss das neue Firmen T-Shirt als Spende. Herr Deuscher lobte die Arbeit und wünschte viel Erfolg und Freude mit den neuen leuchtend blauen Aushängeschildern.

Arbeitszeugnisse und Testate wurden von den Ausbildern und Frau Pfeffer mit viel Lob und einem Schuss Wehmut verteilt. Schließlich verlassen uns „Gründerväter und –mütter“! Man merkte deutlich: Die Trennung fiel beiden Seiten schwer!
Ein Teil der neuen Mitarbeiter konnte bereits an diesem Abend begrüßt werden. Diese tolle neue Crew, die sich bereits am nächsten Morgen zur Fortbildung Mitarbeitermotivation in Schüler- und Juniorfirmen in der IHK Reutlingen traf, freut sich auf die Zusammenarbeit.
Das Interview mit unserer 1. Kundin Frau Antonie Rentschler ließ auch den letzten Zweifler klar erkennen: diese Firma, die den Kontakt zwischen zwei Generationen zustande bringt, ist eine Bereicherung für alle. Charlotte de Bruyn (Abteilungsleiterin soz. Einsatzgruppe) fragte im Interview ganz offen nach Verbesserungsvorschlägen für unsere Juniorfirma. Aber es gab nur Lob und die zufriedene Rückmeldung: „Macht weiter so!“
Ein gelungener „Geburtstag“ mit zufriedenem und kritischem Rückblick, viel Dank an alle Beteiligten und einem motivierenden Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr, der mit der Eröffnung des Büffets zum gemütlichen Teil des Abends einlud.



  

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